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Schach und Krieg – Vom Schachspiel der Heruler bis zur Französischen Revolution

Hier geht es um einen Brief von Heinrich Heine vom 6. August 1830 aus seinem Sommerurlaub auf der Insel Helgoland, dessen symbolhafter Vergleich mit dem Schachspiel in Bezug auf die Dethronisierung des Königs Karl X. Philipp (frz. Charles X Philippe) in der Pariser Julirevolution sich auch in der "Sage von Rodulf und Rumetrud" wiederfindet.


Heinrich Heine: Ludwig Börne. Eine Denkschrift. Zweites Buch. Helgoland, den 6. August

Während sein Heer mit den Langobarden kämpfte, saß der König der Heruler ruhig in seinem Zelte und spielte Schach. Er bedrohte mit dem Tode denjenigen, der ihm eine Niederlage melden würde. Der Späher, der, auf einem Baume sitzend, dem Kampfe zuschaute, rief immer: "Wir siegen! wir siegen!" – bis er endlich laut aufseufzte: "Unglücklicher König! Unglückliches Volk der Heruler!" Da merkte der König, dass die Schlacht verloren, aber zu spät! Denn die Langobarden, drangen zu gleicher Zeit in sein Zelt und erstachen ihn ...

Eben diese Geschichte las ich im Paul Warnefrid, als das dicke Zeitungspaket mit den warmen, glühend heißen Neuigkeiten vom festen Lande ankam. Es waren Sonnenstrahlen, eingewickelt in Druckpapier, und sie entflammten meine Seele bis zum wildesten Brand. Mir war, als könnte ich den ganzen Ozean bis zum Nordpol anzünden mit den Gluten der Begeisterung und der tollen Freude, die in mir loderten. Jetzt weiß ich auch, warum die ganze See nach Kuchen roch. Der Seine-Fluss hatte die gute Nachricht unmittelbar ins Meer verbreitet, und in ihren Kristallpalästen haben die schönen Wasserfrauen, die von jeher allem Heldentum hold, gleich einen thé dansant gegeben zur Feier der großen Begebenheiten, und deshalb roch das ganze Meer nach Kuchen. Ich lief wie wahnsinnig im Hause herum, und küsste zuerst die dicke Wirtin, und dann ihren freundlichen Seewolf, auch umarmte ich den preußischen Justizkommissarius, um dessen Lippen freilich das frostige Lächeln des Unglaubens nicht ganz verschwand. Sogar den Holländer drückte ich an mein Herz ... Aber dieses indifferente Fettgesicht blieb kühl und ruhig, und ich glaube, wär ihm die Juliussonne in Person um den Hals gefallen, Mijnheer würde nur in einen gelinden Schweiß, aber keineswegs in Flammen geraten sein. Diese Nüchternheit inmitten einer allgemeinen Begeisterung ist empörend. Wie die Spartaner ihre Kinder vor der Trunkenheit bewahrten, indem sie ihnen als warnendes Beispiel einen berauschten Heloten zeigten: so sollten wir in unseren Erziehungsanstalten einen Holländer füttern, dessen sympathielose, gehäbige Fischnatur den Kindern einen Abscheu vor der Nüchternheit einflößen möge. Wahrlich, diese holländische Nüchternheit ist ein weit fataleres Laster als die Besoffenheit eines Heloten. Ich möchte Mijnheer prügeln ...

Aber nein, keine Exzesse! Die Pariser haben uns ein so brillantes Beispiel von Schonung gegeben. Wahrlich, ihr verdient es frei zu sein, ihr Franzosen, denn ihr tragt die Freiheit im Herzen. Dadurch unterscheidet ihr euch von euren armen Vätern, welche sich aus jahrtausendlicher Knechtschaft erhoben, und bei allen ihren Heldentaten auch jene wahnsinnigen Greuel ausübten, worüber der Genius der Menschheit sein Antlitz verhüllte. Die Hände des Volks sind diesmal nur blutig geworden im Schlachtgewühle gerechter Gegenwehr, nicht nach dem Kampf. Das Volk verband selbst die Wunden seiner Feinde, und als die Tat abgetan war, ging es wieder ruhig an seine Tagesbeschäftigung, ohne für die große Arbeit auch nur ein Trinkgeld verlangt zu haben!
 

"Den Sklaven, wenn er die Kette bricht,
den freien Mann, den fürchte nicht!"


Du siehst, wie berauscht ich bin, wie außer mir, wie allgemein ... ich zitiere Schillers "Glocke".


Und den alten Knaben, dessen unverbesserliche Torheit soviel Bürgerblut gekostet, haben die Pariser mit rührender Schonung behandelt. Er saß wirklich beim Schachspiel, wie der König der Heruler, als die Sieger in sein Zelt stürzten. Mit zitternder Hand unterzeichnete er die Abdankung. Er hat die Wahrheit nicht hören wollen. Er behielt ein offnes Ohr nur für die Lüge der Höflinge. Diese riefen immer: "Wir siegen! wir siegen!" Unbegreiflich war diese Zuversicht des königlichen Toren... Verwundert blickte er auf, als das "Journal des débats", wie einst der Wächter während der Langobardenschlacht, plötzlich ausrief: "Malheureux roi! Malheureuse France!"

Mit ihm, mit Karl X., hat endlich das Reich Karls des Großen ein Ende, wie das Reich des Romulus sich endigte mit Romulus Augustulus. Wie einst ein neues Rom, so beginnt jetzt ein neues Frankreich.

Es ist mir alles noch wie ein Traum; besonders der Name Lafayette klingt mir wie eine Sage aus der frühesten Kindheit. Sitzt er wirklich jetzt wieder zu Pferde, kommandierend die Nationalgarde? Ich fürchte fast, es sei nicht wahr, denn es ist gedruckt. Ich will selbst nach Paris gehen, um mich mit leiblichen Augen davon zu überzeugen ... Es muss prächtig aussehen, wenn er dort durch die Straßen reitet, der Bürger beider Welten, der göttergleiche Greis, die silbernen Locken herabwallend über die heilige Schulter ... Er grüßt mit den alten lieben Augen die Enkel jener Väter, die einst mit ihm kämpften für Freiheit und Gleichheit ... Es sind jetzt sechzig Jahr, dass er aus Amerika zurückgekehrt mit der Erklärung der Menschheitsrechte, den zehn Geboten des neuen Weltglaubens, die ihm dort offenbart wurden unter Kanonendonner und Blitz ... Dabei weht wieder auf den Türmen von Paris die dreifarbige Fahne, und es klingt die Marseillaise!

Lafayette, die dreifarbige Fahne, die Marseillaise ... Ich bin wie berauscht. Kühne Hoffnungen steigen leidenschaftlich empor, wie Bäume mit goldenen Früchten und wilden, wachsenden Zweigen, die ihr Laubwerk weit ausstrecken bis in die Wolken... Die Wolken aber im raschen Fluge entwurzeln diese Riesenbäume und jagen damit von dannen. Der Himmel hängt voller Violinen, und auch ich rieche es jetzt, die See duftet nach frischgebackenem Kuchen. Das ist ein beständiges Geigen da droben in himmelblauer Freudigkeit, und das klingt aus den smaragdenen Wellen wie heiteres Mädchengekicher. Unter der Erde aber kracht es und klopft es, der Boden öffnet sich, die alten Götter strecken daraus ihre Köpfe hervor, und mit hastiger Verwunderung fragen sie: "Was bedeutet der Jubel, der bis ins Mark der Erde drang? Was gibt's Neues? dürfen wir wieder hinauf?" – Nein, ihr bleibt unten in Nebelheim, wo bald ein neuer Todesgenosse zu euch hinabsteigt ... – "Wie heißt er?" – Ihr kennt ihn gut, ihn, der euch einst hinabstieß in das Reich der ewigen Nacht ... Pan ist tot!


Soweit Heinrich Heine in seinem Brief an Ludwig Börne. Im Vergleich hierzu folgt nun "Die Sage von Rodulf und Rumetrud", die von den Gebrüdern Grimm überliefert wurde (Deutsche Sagen Zweiter Band 395)

Als die Heruler und Langobarden ihren Krieg durch ein Friedensbündnis aufheben wollten, sandte König Rodulf seinen Bruder zu König Tato, dass er alles abschließen sollte. Nach beendigtem Geschäfte kehrte der Gesandte heim; da geschah es, dass er unterwegs vorbeiziehen musste, wo Rumetrud wohnte, des langobardischen Königs Tochter. Diese sah die Menge seines Gefolges, fragte, wer das wohl sein möchte, und hörte, dass es der herulische Gesandte, Rodulfs leiblicher Bruder, wäre, der in sein Land heimzöge. Da schickte sie einen zu ihm und ließ ihn laden, ob er kommen wolle, einen Becher Wein zu trinken. Ohne Arg folgte er der Ladung; aber die Jungfrau spottete seiner aus Übermut, weil er kleinlicher Gestalt wär, und sprach höhnende Reden. Er dagegen, übergossen von Scham und Zorn, stieß noch härtere Worte aus, also dass die Königstochter viel mehr beschämt wurde und innerlich von Wut entbrannte. Allein sie verstellte ihre Rache und versuchte mit freundlicher Miene ein angenehmes Gespräch zu führen und lud den Jüngling zu sitzen ein. Den Sitz aber wies sie ihm da an, wo in der Wand eine Luke war, darüber sie, gleichsam zu des Gastes Ehren, einen köstlichen Teppich hängen lassen; eigentlich aber wollte sie damit allen Argwohn entfernen. Nun hatte sie ihren Dienern befohlen, sobald sie zu dem Schenken das Wort sprechen würde: "Mische den Becher!" dass sie durch die Luke des Gastes Schulterblatt durchstoßen sollten, und so geschah es auch. Denn bald gab das grausame Weib jenes Zeichen, und der unselige Gast sank mit Wunden durchbohrt zur Erde.

Da König Rodulf von seines Bruders Mord Kundschaft bekam, klagte er schmerzlich und sehnte sich nach Rache; alsbald brach er den neuen Bund und sagte den Langobarden Krieg an. Wie nun der Schlachttag erschien, war Rodulf seiner Sache so gewiss, dass ihm der Sieg unzweifelhaft deuchte, und während das Heer ausrückte, er ruhig im Lager blieb und Schachtafel spielte. Denn die Heruler waren dazumal im Kampf wohlerfahren und durch viele Kriege berühmt. Um freier zu fechten, oder als verachteten sie alle Wunden, pflegten sie auch nackend zu streiten und nichts als die Scham zu bedecken an ihrem Leibe.

Als nun der König, wie gesagt, fest auf die Tapferkeit der Heruler baute und ruhig Tafel spielte, hieß er einen seiner Leute auf einen nahestehenden Baum steigen, dass er ihm der Heruler Sieg desto schneller verkündige; doch mit der zugefügten Drohung: "Meldest du mir von ihrer Flucht, so ist dein Haupt verloren." Wie nun der Knecht oben auf dem Baume stand, sah er, dass die Schlacht übel ging; aber er wagte nicht zu sprechen, und erst wie das ganze Heer dem Feinde den Rücken kehrte, brach er in die Worte aus: "Weh dir, Herulerland, der Zorn des Himmels hat dich betroffen!" Das hörte Rodulf und sprach: "Wie, fliehen meine Heruler?" – "Nicht ich", rief jener, "sondern du, König, hast dies Wort gesprochen." Da traf den König Schrecken und Verwirrung, dass er und seine umstehenden Leute keinen Rat wussten und bald die langobardischen Haufen einbrachen und alles erschlugen. Da fiel Rodulf ohne männliche Tat. Und über der Heruler Macht, wie sie hierhin und dorthin zerstreut wurde, waltete Gottes Zorn schrecklich. Denn als die Fliehenden blühende Flachsfelder vor sich sahen, meinten sie vor einem schwimmbaren Wasser zu stehen, breiteten die Arme aus, in der Meinung zu schwimmen, und sanken grausam unter der Feinde Schwert. Die Langobarden aber trugen unermessliche Beute davon und teilten sie im Lager; Rodulfs Fahne und Helm, den er in den Schlachten immer getragen hatte, bekam Tato, der König. Von der Zeit an war alle Kraft der Heruler gebrochen, sie hatten keine Könige mehr; die Langobarden aber wurden durch diesen Sieg reicher und mächtiger als je vorher.


Soweit die Überlieferung durch die Gebrüder Grimm. Nach diesem Schachmatt im klassischen Sinne möchte ich nachfolgend noch einige Erläuterungen hinzufügen:


Heinrich Heine (1797 – 1856) machte 1830 einen Sommerurlaub auf der Insel Helgoland. Auf Helgoland schrieb er insgesamt sieben Briefe. Während seines Urlaubs erfuhr er aus den Zeitungen von der Julirevolution in Paris und jubelte über den Sieg der armen Leute. Erst nach dem Tod Börnes begann Heine mit der Arbeit an der Denkschrift. Diese erschien 1840 unter dem von Heine abgelehnten Titel "Über Ludwig Börne". 1841 duellierte Heine sich nach einer Auseinandersetzung über seine Denkschrift mit dem Frankfurter Kaufmann Salomon Strauß und wurde an der Hüfte verletzt.

Grimm, Jakob (1785 - 1863) und Wilhelm (1786 - 1859) besuchten das Lyzeum in Kassel. Die "Deutschen Sagen" entstanden 1816 - 1818. Seit 1829 bzw. 1839 waren die beiden Brüder Grimm Professoren in Kassel. 1837 wurden sie mit fünf weiteren Professoren verbannt, weil sie gegen die Aufhebung der Landesverfassung protestiert hatten. Seit etwa 1840 lebten beide in Berlin. Heinrich Heine schrieb einmal zu Jakob Grimms "Deutsches Wörterbuch":
"Er (Jakob Grimm) hat dem Teufel seine Seele verschrieben! Um diese Quadern von Gelehrsamkeit herbeizuschleppen, um aus diesen hunderttausend Zitaten einen Mörtel zu stampfen, braucht es mehr als ein Menschenleben und mehr als Menschengeduld".

Ludwig Börne (1786 – 1837) war ein liberaler Oppositioneller und ein Kämpfer für die politische Freiheit und Menschenrechte. Er war genauso leidenschaftlich wie Heinrich Heine und ein überaus brillanter Journalist. Börne gilt auch als Wegbereiter der literarischen Kritik in Deutschland. 1830 emigrierte er nach Paris und berichtete dort von der Julirevolution. Wegen der Gefahr des Übergreifens der Revolutionsgedanken auf Deutschland wurden seine Schriften verboten.

Paul Warnefried (oder Warnefridi, oder Casinensis oder Paul Diaconus oder Paulus Diaconus, Lebensdaten ca. 720 – 800) stammte aus einer angesehenen langobardischen Familie aus dem Friaul. Er war ehemaliger Sekretär des Königs Desiderius und unterrichtete dessen Tochter Adalberga. Nach dem Niedergang des langobardischen Throns in Pavia berief Adalberga ihn an den Hof in Benevent. Einige Jahre später wurde er Benediktiner in Monte Cassino. Karl der Große berief den
Gelehrten an seinen Hof. Er kehrte nach Monte Cassino zurück und schrieb im Kloster die Geschichte der Langobarden. Als er starb, hatte er mit dieser Geschichte dem untergegangenen deutschen Volksstamm ein immerwährendes Denkmal geschaffen. Die Vermischung der Langobarden mit den Lateinern bildet heute die italienische Nation.

Karl X. Philipp (frz. Charles X Philippe; * 9. Oktober 1757 in Versailles; † 6. November 1836 in Görz, Österreich) aus dem Haus Bourbon war der letzte Herrscher Frankreichs, der den Titel "König von Frankreich und Navarra" führte. Er folgte 1824 seinem älteren Bruder Ludwig XVIII. auf den Thron. Karl X. wurde 1830 durch die Julirevolution gestürzt; sein Nachfolger Ludwig Philipp führte daraufhin den Titel "König der Franzosen" (Quelle:Wikipedia). Zur weiteren Lektüre empfehle ich Ihnen den Beitrag Pierre Baudrier, Paris, Juni 2015, mit 92 Seiten zum Thema Charles X unter besonderer Berücksichtigung der Forschungen zu dem französischen Schachmeister Alexandre Deschapelles (1780 - 1847), der an die Leistungen François-André Danican Philidors anknüpfen konnte. Hier auf meiner Seite zum Schach in französischer Sprache  Charles-X-et-les-barricades-de-1832-par-Pierre-Baudrier.pdf

Marie-Joseph Motier, Marquis de La Fayette (1757 – 1834) war französischer General und Politiker. Er kämpfte auf der Seite der Kolonisten im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Zu Beginn der Französischen Revolution war er ein führender Politiker. 1789 wurde er nach dem Sturm auf die Bastille zum Kommandanten der Nationalgarde ernannt. Er schützte die königliche Familie vor den Republikanern. Später wurde er von den Jakobinern beschuldigt und floh. Er wurde in Preußen interniert, bis Napoleon seine Freilassung erwirkte. Nach dem Sturz Napoleons engagierte er sich wieder politisch. Bei der Julirevolution im Jahre 1830 war La Fayette erneut Kommandant der Nationalgarde. Vier Jahre später starb er in Paris.

Die Heruler (oder Eruli) waren ein ostgermanischer Stamm, die im 3. Jahrhundert an den Seezügen der Goten teilnahmen und bis nach Griechenland kamen. Ende des 4. Jahrhunderts wurden sie von den Ostgoten unterworfen, verbündeten sich jedoch mit den angreifenden Hunnen. Nach dem Niedergang der Hunnen gründeten die Heruler ein eigenes Reich. Im 6. Jahrhundert war König Rodulf der Anführer der Heruler. Im Jahre 510 wurden die Heruler von den Langobarden in einer entscheidenden Schlacht an der mittleren Donau vernichtet.

"Schachtafel" - Schon in römischer Zeit waren Brettspiele sehr beliebt. Zwei Parteien spielten gegeneinander. Zum Einsatz kamen je Farbe 30 Steine mit unterschiedlicher Wertigkeit. Das Brett war mit Linien versehen. Die Steine konnten gerade (ordinarii) oder hin und her (vagi) nach bestimmten Regeln gezogen werden. Der Sieger bei diesem Strategiespiel hieß "Imperator".

Kriegsspiel / "Kriegspiel" ist eine Schachvariante, die um 1890 von dem Engländer Henry Michael Temple (1860 - 1928) erfunden und von ihm in englische Schachkreise eingeführt wurde. Von dort verbreitete es sich und ist auch heute noch populär. Es ist auch als Phantomschach, Geisterschach oder Mauerschach bekannt (Quelle:Wikipedia).

Nach verschiedenen Quellen der Erforschung zur Geschichte des Schachspiels übersandte ein indischer König das Schachspiel nach Persien. Vermutlich war es der König Sharvavarman Maukhari, der bis 585 in Nordindien regierte. In Persien regierte bis 579 Chosro I Anuschirawan, der ein großer Förderer der Kultur war und das Schach in Persien bekannt machte. Gegen die immer wieder angreifenden Steppenvölker aus Zentralasien errichtete er zum Schutz des iranischen Kaukasus die "Eiserne Mauer". Ob das Schachspiel eventuell auch über einfallende Hunnen-Stämme nach Ost-Europa zu den Herulern gelangt sein kann, ist nicht nachweisbar.

 

© Elke Rehder

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